Vorbereitung

Die Klienten, welche sich für eine Aufstellung angemeldet haben, füllen vorgängig für die eigene Vorbereitung einen Bogen mit Fragen zu ihrem Familiensystem aus.

 

Begrüßung und Einstimmung

Nach der Begrüssung und Vorstellungsrunde, wird der Seminarablauf sowie Organisatorisches erklärt. Um besser mit seiner Energie im Raum anzukommen, leite ich eine kurze Stille / Meditation an, in welcher es hauptsächlich um eine tiefe Atmung geht sowie das Bewusstmachen, was die Aufstellenden sowie die anderen Teilnehmer zum Seminar geführt hat.

 

Vorgespräch

Die erste Person, welche aufstellen möchte, setzt sich zu mir und in einem kurzen Vorgespräch innerhalb der Gruppe, wird das Anliegen / Problem geklärt. Durch gezielte Fragen, welche oft mit dem Vorbereitungsbogen zu tun haben, wird klar, welche Personen am Anfang der Aufstellung relevant sind. Während der Aufstellung werden oft weitere Personen wichtig, welche dann dazu kommen.

 

Beginn der Aufstellung

Der Klient sucht nun für diese relevanten Personen (z.Bsp. Mutter, Vater, Bruder, Grossmutter, etc. ) und für sich selbst Stellvertreter aus und stellt diese intuitiv nach seinem „inneren Bild“ im Raum auf. Die Stellvertreter nehmen dadurch die Gefühle und Empfindungen dieser Personen an. Ich als Leiterin befrage die Stellvertreter nach ihren Gefühlen und wie es ihnen in Bezug auf die anderen Personen geht. Für den Klienten wird ersichtlich, welche Dynamiken und Verstrickungen am Wirken sind – die Ursache des Problems wird klar. Danach werden Veränderungen vorgenommen, z.B. werden die Positionen verändert, Stellvertreter werden herausgenommen, neue hineingestellt, Sätze ausgesprochen oder Gefühle ausgedrückt. Nach fast jeder Veränderung frage ich nach, was sich im Befinden verändert hat. Die Stellvertreter in den Rollen haben die Möglichkeit, eigenen Bewegungsimpulsen frei zu folgen. Nach vielen Interaktionen ergibt sich dann ein heilsames Endbild, welches eine sehr starke, tiefgehende Wirkung hat. Zum Schluss kommt der Klient selbst in die Aufstellung, um das Erlebte in sich aufzunehmen. Dies erzeugt eine noch bessere Wirkung des gefundenen Endbildes.

 

Aufstellungsende

Es gibt unterschiedliche Enden einer Aufstellung. Es gibt gute Enden, wo alles gelöst und jeder an seinem Platz zufrieden ist und es gibt Enden, bei dem etwas heftig und klar im Raum steht. Schliesslich gibt es auch Enden, wo etwas unklar und undeutlich ist und bleibt und an gewissen Punkt abgebrochen wird. Aber auch das ist ein „gutes“ Ende. Denn es geht nicht immer darum, etwas durch eine Aufstellung zu lösen, sondern darum, der eigenen Seele einen Anstoss zu geben.

 

Dauer einer Aufstellung

Eine Aufstellung dauert mit dem Vorgespräch meist zwischen 60 und 90 Minuten, wobei dies auch variieren kann. Das Ergebnis einer Aufstellung ist nicht von deren Länge abhängig.

 

Offenheit für Neues

Häufig wird hinterfragt, wie das funktionieren kann. Es ist wirklich etwas, was man erleben muss, um zu verstehen. Ich verstehe eine gewisse Skepsis, die Offenheit, etwas Neues kennen zu lernen, reicht aber aus. Es ist sehr berührend zu sehen, wie auch sehr rationale Menschen einen neuen Zugang zu sich selbst finden können.